Benzin sparen – ein Weissbuch
Unnötiger Ballast
Jedes Kilogramm, das sie unnötig durch die Gegend fahren, kostet sie Sprit und somit Geld. Messungen haben ergeben, dass 100kg mehr Gewicht bereits einen Mehrverbrauch von bis zu 1l pro 100 Kilometer bedeuten. Deshalb sollten sie regelmäßig Auto und Kofferraum entrümpeln, um Gewicht einzusparen.Aber auch Dachträger, Heckträger und sonstige Aufbauten erhöhen ihren Spritverbrauch selbst im unbenutzten Zustand um ca. 20%.
Deshalb sollten sie „Leerfahrten“ möglichst vermeiden, d.h. nach dem Urlaub den Dach- oder Heckträger wieder abmontieren, denn das spart Ihnen bares Geld.
Reifendruck
Dass sie regelmäßig ihren Reifendruck überprüfen sollten, wissen sie mit Sicherheit, aber wissen sie auch, dass der Reifendruck Einfluss auf ihren Benzinverbrauch hat?Reifen Druck - Wenn der Reifendruck 0,2 Bar über dem empfohlenen Wert (diesen finden sie in der Gebrauchsanleitung oder zum Teil auch auf der Innenseite ihres Tankdeckels) liegt, verringert das den Rollwiderstand und somit auch den Spritverbrauch.
Falls sie einen zu niedrigen Reifendruck haben, steigt der Spritverbrauch entsprechend. Also am besten bei jedem oder jedem zweiten Tankstopp auch den Reifendruck kontrollieren. Bedenken sie aber, dass sie ihren Reifendruck nicht nach einer längeren Fahrt kontrollieren, ohne die Reifen vorher abkühlen zu lassen, denn durch die Erwärmung beim Fahren steigt auch der Druck im Reifen.
Am besten achten sie direkt beim Reifenkauf darauf, dass sie ein Modell mit geringem Rollwiderstand kaufen, denn dies macht sich in ihrem Geldbeutel direkt bemerkbar. Eine Verringerung des Rollwiderstandes um ca. 30% reduziert den Kraftstoffverbrauch um durchschnittlich 4%.
Fahrzeugwartung
Auch eine regelmäßige Wartung ihres Motors hilft Benzin zu sparen. So können verstopfte Luftfilter, abgenutzte Zündkerzen und ein nicht optimal eingestellter Motor einen Kraftstoff Mehrverbrauch bedeuten.Auch ein regelmäßiger Ölwechsel, am besten mit synthetischen Leichtlaufölen, reduziert die Belastung des Motors und senkt den Spritverbrauch, da alles wie geschmiert läuft. Außerdem trägt eine regelmäßige Wartung auch zum Werterhalt ihres Fahrzeuges bei.
Stromverbraucher
Den Strom, den sie im Auto verbrauchen, muss vom Motor erst erzeugt werden. Hierfür wird ebenfalls Kraftstoff verbraucht. Vor allem Geräte, die zur Komfortsteigerung im Auto dienen, benötigen zum Teil ziemlich viel Strom.Diese wären unter anderem eine Sitzheizung, Klimaanlage, Navigationssystem, Fensterheber, Kühlfächer, Multimediaanlagen, uvm. Eine Sitzheizung steigert den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,25l pro 100 Kilometer. Eine Klimaanlage sogar um bis zu 2l pro 100 Kilometer. Deshalb lüften Sie ihr Auto am Anfang gründlich durch öffnen von Türen und Fenstern, bevor sie Losfahren. Stellen sie die Klimaanlage am Anfang auf volle Kühlleistung und schalten sie auf Umluft. Nach kurzer Zeit stellen sie die Temperatur auf etwa 22 °C ein und schalten wieder auf Außenluft. Schalten sie ihre Klimaanlage ab, wenn sie diese nicht benötigen, z.B. nachts oder an einem verregneten Tag. Aber verzichten sie an heißen Tagen nicht auf ihre Klimaanlage, da Untersuchungen gezeigt haben, dass man mit einem „kühlen Kopf“ sicherer fährt. Gerne vergessen wird auch die Heckheizung, diese kann einen Benzin Mehrverbrauch von bis zu 0,2l pro Stunde verursachen.
Verbraucher:
Gebläse Innenraum 80 Watt
Heizbare Heckscheibe 120 Watt
Sitzheizung 60 Watt
Heizbarer Außenspiegel 30 Watt
Heizbare Waschdüsen 40 Watt
Radio mit CD-Wechsler 60 Watt
HiFi-Anl. 4-Kanal-Endstufe 200 Watt
400 Watt Energie bedeuten einen Spritverbrauch von durchschnittlich 0,5l pro 100 Kilometer.
Losfahren
Beim starten kein Gas geben und sofort losfahren. Der Motor wird unter Last schneller Warm, als wenn sie ihn im Leerlauf laufen lassen. Leerlauf kostet unnötig Sprit und belastet die Umwelt.Auf den ersten paar hundert Metern verbraucht ein Motor bis zu 30 l Benzin pro 100 Kilometer. Erst nachdem sich die Betriebstemperatur eingestellt hat, wird der optimale Kraftstoff-Verbrauch erreicht. Deswegen vermeiden sie Kurzstrecken, denn da ist der Benzin Verbrauch am höchsten!
Vorausschauende Fahrweise
Lassen sie ihr Auto vor einer roten Ampel ausrollen, Kuppeln sie auf keinen Fall aus, da ein PKW im Leerlauf ca. 1l Benzin pro Stunde benötigt. Benutzen sie die Motorbremse und schalten sie die Gänge langsam runter, dadurch verbrauchen Sie bei einem modernen PKW 0l Sprit, da hier die Schubabschaltung greift.Richtige Benzinfresser sind Kavalierstarts, diese belasten nicht nur ihren Motor und die Reifen, auch der Spritverbrauch ist enorm.
Schalten
In den nächsten Gang hochschalten empfiehlt sich bereits ab ca. 2000 Umdrehungen pro Minute. Herunterschalten ist erst erforderlich, wenn der Motor beim Gas geben anfängt zu Ruckeln oder sie die Motorbremse benutzen wollen, weil sie zum Beispiel an einer Ampel anhalten müssen.Dieses niedertourige Fahren ist für Fahrzeug mit Baujahr 1980 und jünger kein Problem. So können sie ohne Probleme bei 50 km/h bereits den fünften Gang verwenden. Auch beim Bergauf fahren sollten sie den höchstmöglichen Gang verwenden, das quält ihren Motor keineswegs. Beim Bergab fahren sollten sie vermeiden Gas zu geben, lassen sie ihr Fahrzeug im eingekuppelten Zustand rollen, dadurch verbrauchen sie kein Benzin. Außerdem ist es deutlich Sprit sparender, im höheren Gang mit zwei Drittel Gas zu fahren als im niedrigeren Gang mit Vollgas.
Versuchen sie, im Verkehr mitzuschwimmen, vermeiden sie Zwischenspurts oder Bremsen. Halten sie einen größeren Abstand zu ihrem Vordermann ein, um Zeit zum Agieren zu haben. Dadurch werden überflüssige Bremsmanöver vermieden, die Energie vernichten und somit Sprit kosten.
Motor abstellen bei Wartezeiten
Wenn sie an einer Ampel oder einem Bahnübergang anhalten müssen, sollten sie bereits ab einer Wartezeit von 20 Sekunden den Motor abschalten, um Benzin zu sparen. Nur ca. 5% aller Ampelstandzeiten liegen unter 20 Sekunden. Bei modernen Fahrzeugen lohnt sich die Abschaltung sogar schon ab einer zu erwartenden Wartezeit von 10 Sekunden. Aber denken Sie daran, sofort wieder die Zündung einzuschalten, um Blinker und Fahrzeugbeleuchtung zu aktivieren!Konstante Fahrweise
Je gleichmäßiger die Geschwindigkeit ist, die sie fahren, desto besser für den Benzinverbrauch. Stellen sie sich vor, sie fahren auf der Autobahn eine Stunde mit 100 km/h und eine Stunde mit 160 km/h, dann haben sie 260 Kilometer zurückgelegt, aber deutlich mehr verbraucht, als wenn sie zwei Stunden mit 130 km/h gefahren wären. Falls ihr Fahrzeug über einen Tempomaten verfügt, benutzen sie diesen vor allem bei Autobahnfahrten, hier lässt sich viel Sprit sparen.Vermeiden sie auf jeden Fall Vollgasfahrten. Dies schadet nicht nur ihrem Motor, sondern auch der Spritverbrauch ist deutlich höher. Allgemein wird empfohlen, dass man mit maximal 80% der Höchstgeschwindigkeit fahren sollte, um einen übermäßigen Benzinverbrauch zu vermeiden.
Beschleunigen
Gas geben - Besonders im ersten Gang ist der Benzinverbrauch am größten. Deshalb sollten sie bereits nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang schalten. Geben sie dann fast Vollgas und schalten bei ca. 2000 Umdrehungen pro Minute in den dritten Gang. Das wiederholen sie, bis sie die gewünschte Geschwindigkeit erreicht haben. Sie können auch direkt vom dritten in den fünften Gang schalten, wenn sie bereits im dritten Gang bis ca. 50 km/h beschleunigt haben sollten.Günstig Tanken
Am günstigsten sind Freie Tankstellen und Tankstellen an großen Einkaufsmärkten. Was spricht dagegen, den Wocheneinkauf mit dem Tanken zu verbinden?Falls sie in Grenznähe wohnen, kann es sich lohnen, ins Nachbarland zum Tanken zu fahren. Beachten sie aber ihren Zeitaufwand und die gefahrenen Kilometer, ob sich dadurch wirklich eine Kosteneinsparung ergibt.
Unnötige Fahrten vermeiden
Ein Auto, das in der Garage steht, benötigt am wenigsten Benzin! Daher vermeiden sie es, zum Bäcker um die Ecke oder zum nächsten Zigarettenautomat das Auto zu benutzen. Gehen sie zu Fuß oder benutzen sie das Fahrrad, das ist nicht nur Sprit sparend, sondern auch noch gesund.Am Anfang braucht ein Auto am meisten Benzin, erst nach ca. 4 Kilometern stellt sich der normale Verbrauch ein. Also Strecken, die darunter liegen, sollten generell vermieden werden.
Fahrgemeinschaften
Fragen sie doch mal ihre Kollegen, ob sie sich beim Fahren in die Arbeit nicht abwechseln können, das spart bei einer Fahrgemeinschaft mit vier Personen gut ¾ des Benzinverbrauchs.Aber auch Nachbarn, die einen ähnlichen Weg haben, bieten sich für eine Fahrgemeinschaft an. Oder wechseln sie sich mit Bekannten ab, um die Kinder in die Schule zu bringen.
Sie können inzwischen auch im Internet nach Fahrgemeinschaften suchen.
Öffentliche Verkehrsmittel
Nahverkehr - Falls möglich, benutzen sie den öffentlichen Nahverkehr. Dies spart nicht nur Benzin und eventuelle Parkgebühren, sondern schont auch die Nerven, da sie keinen Parkplatz finden oder eine Busse befürchten müssen.Aber auch die Urlaubsreise mit der Bahn spart Benzin und Nerven. Sie können sogar Ihr eigenes Auto mit dem Autozug mitnehmen. So kommen Sie entspannt am Urlaubsziel an und sind nicht auf einen Mietwagen angewiesen, sondern haben Ihr eigenes Auto dabei.
Hauptverkehrszeiten vermeiden
Vermeiden sie möglichst Hauptverkehrszeiten wie den Berufsverkehr oder Ferienbeginn. Durch geschickte Planung vermeiden sie das Stopp & Go, das ihren Spritverbrauch deutlich erhöht. Also lieber etwas früher vor dem Verkehrschaos losfahren, das schont die Nerven und den Geldbeutel.Die Geschichte des Automobils
CHRONOLOGIE DER ERFINDUNGEN UND ENTWICKLUNGEN |
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1769 1860 1863 1864 1867 1874 1878 1883 1885 1886 1890 |
WICHTIGE PERSÖNLICHKEITEN BEI DER ENTWICKLUNG DES AUTOMOBILSPIONIERE, ERFINDER, INGENIEURE |
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CARL FRIEDRICH BENZ (1844 bis 1929) NICOLAS JOSEPH CUGNOT (1725 bis 1804) GOTTLIEB DAIMLER (1834 bis 1900) RUDOLF DIESEL (1858 bis 1913) JEAN JOSEPH ETIENNE LENOIR (1822 bis 1900) SIEGFRIED MARCUS (1831 bis 1898) NIKOLAUS AUGUST OTTO (1832 bis 1891) |